GSP 018: Traditionserlass 3.0 – “umfassende Beteiligung”, “breiter Ansatz” & “begrüßenswerte Selbstreflexion”…

Ein treffendes Bonmot der Stunde ist gewiss, dass es zur guten langjährigen Tradition der Bundeswehr gehört seit der deutschen Wiederbewaffnung vor über 60 Jahren, sich über die Geschichte und das Geschichtsbild der deutschen Streitkräfte zu streiten.

Im Zuge des öffentlichkeitswirksamen Skandals um den vereitelten Anschlag des rechtsextremen Bundeswehroffiziers Franco A. trat sich im Sommer des vergangenen Jahres eine Kaskade pseudo- und intellektueller Beiträge los, die das Verhältnis der Bundeswehr zu Wehrmacht, Reichswehr und dem deutschen Heer des Kaiserreichs neu auszuloten, sich aufs Banner geschrieben hatte.

In postwendender Reaktion wurden seitens des BMVg Devotionalienkammern geräumt, private Spinde nach Wehrmachtsartefakten durchsucht, weitreichende Personalentscheidungen getroffen und vor allem – und darum soll es heute bei uns gehen – ein Update des angestaubten Traditionserlasses von 1982 forciert.

„Umfassende Beteiligung“, „Ein breiter Ansatz“ & „Begrüßenswerte Selbstreflexion“ waren die Schlagworte die seitens des BMVg die 4 Workshops auf dem Weg zum neuen Traditionserlass selbstzugeschriebenermaßen prägen sollten.

Was erreicht und ob Handlungs- und Rechtssicherheit für unsere deutschen Streitkräfte im Umgang mit ihrer Tradition gestiftet werden konnte, ob die Bundeswehr eine identitätsstiftende Eigengeschichte besitzt und wie mit dem umkämpften Begriff des Helden umgegangen werden kann, klären wir heute im Gespräch mit Herrn Oberst i.G. Dr. Sven Lange, Referatsleiter für Fragen deutscher Militärgeschichte im Bundesministerium der Verteidigung, dessen Referat federführend die Neufassung des Traditionserlasses der Bundeswehr begleitete.

 

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Moderation: Matthias Fiebig & Emily Spanl
Redaktion: Matthias Fiebig
Projektkoordination: Matthias Fiebig

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GSP 017: Usbekistan – die neue alte Perle der Seidenstraße?

Seit dem Tod des ehemaligen Präsidenten Usbekistans (Islom Karimov) beschreitet sein Amtsnachfolger und ehemaliger Regierungschef des zentralasiatischen Landes, Shavkat Mirziyoyev, einen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Öffnungskurs.
Neben der Modernisierung der weitgehend bisher wirtschaftlich abgeschotteten Industrie Usbekistans, wurde seit seiner Amtseinführung Ende 2016 unter dem neuen Präsidenten seither ein Weg der verhaltenen politischen Reformen eingeschlagen. Die Folgen und Entwicklungen dieses Kurses für Usbekistan – ein Land das in der Vergangenheit regelmäßig als Dinosaurier unter den autoritären Staaten dieser Welt bezeichnet wurde – sind zum Zeitpunkt kaum abzusehen und stellen die europäische außenpolitische Community vor folgenschwere Fragen und Entscheidungen:

1. Welche Einwirkungsmöglichkeiten für den in Angriff genommenen Demokratisierungskurs eröffnen sich der EU? 
2. Welche wirtschaftlichen Entwicklungspotentiale ergeben sich aus dem Reformkurs für die deutsche Industrie?
3. Welches Konfliktpotential zwischen den Großmächten China und Russland erwächst womöglich aus dem viel beschworenen “Seidenstraßenprojekt” der Volksrepublik & ist womöglich mit einer Neuauflage eines “Great Game” um Zentralasien zu rechnen?

Als Experten für dieses Interview dürfen wir Herrn Dr. Sebastian Schiek wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Osteuropa und Euroasien der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) bei uns begrüßen. Herr. Dr. Schiek promovierte an der Universität Hamburg zu den Reform- und Modernisierungsprozessen in der Region. In den Jahren 2007 & 2008 verbrachte er einen einjährigen Forschungsaufenthalt in Kasachstan und ist u.a. als Lehrbeauftragter an der Deutsch Kasachischen Universität in Almaty tätig.

 

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Moderation: Marie Haser & Patrick Zerrer
Redaktion: Patrick Zerrer
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GSP 016: Hungerkatastrophe in Ostafrika – vergessen, ignoriert, provoziert?

Im Jahr 2011 erklärten die UN in Somalia den Hungernotstand, mehr als 260.000 Menschen starben. Heute wiederholt sich die Geschichte. Es droht die größte humanitäre Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg. Mehr als 18 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia waren in diesem Jahr von Hunger durch Dürren bedroht, 40 Mio. leiden unter Nahrungsmittelknappheit. Allein in Somalia hat sich die Zahl der Menschen, die Nahrungsmittelhilfe benötigen, in den vergangenen sechs Monaten auf 6,2 Millionen verdoppelt. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Dies wirft auch die Frage der Verantwortung des UN-Sicherheitsrates auf. Unzählige Resolutionen werden verabschiedet die meist mit den Worten »Mit tiefer Betroffenheit…« beginnen und nie zu einem Ergebnis führen. Versagen die Vereinten Nationen auf ganzer Linie?

Aber nicht nur in Ostafrika ist die Lage kritisch, der Krieg im Jemen führt dazu unzählige Menschen das Land verlassen und nach Dschibuti und den Sudan flüchten. Die Nachbarstaaten des Jemen wie Saudi-Arabien und der Oman zeigen hingegen kein Interesse die Menschen aufzunehmen.

Gleichzeitig scheint es so, dass die deutsche Bevölkerung sich an die Katastrophenmeldungen gewöhnt hat die konstant aus aller Welt kommen. Doch kann man sich wirklich an das Grauen gewöhnen? Warum hat die Internationale Gemeinschaft nichts aus den Hungerkatastrophen der vergangenen Jahre gelernt? Sind Institutionen wie der UN-Sicherheitsrat gar ein Teil des Problems und nicht der Lösung?

Über diese und andere Fragen diskutieren wir heute mit Uwe Kekeritz, dem Sprecher für Entwicklungspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigt er sich bereits seit 2009 mit Entwicklungspolitik, internationaler Zusammenarbeit und Fragen der globalen Gerechtigkeit.

 

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Moderation: Matthias Fiebig & Emily Spanl
Redaktion: Christian Zrenner
Projektkoordination: Matthias Fiebig

Intro: Flamenco Rhythm by Sunsearcher